Am Donerstag wollten wir nach Acapulco. Wie es sich gehört, natürlich ohne Planung und Informationen, einfach mal mit dem Metroplan losgezogen. Zuerst einmal ungefähr 40 Minuten mit den Stadtbus gefahren um dann in die Metro umzusteigen. Die Metrostation, die wir uns ausgewählt hatten lag auch in einem Viertel wo es wohl besser ist nicht hinzugehen. Wussten wir natürlich nicht, war auch ein ganz tolles Gefühl als ich mit den zwei blonden Mädels da rumgestackst bin. Die Mexikaner waren wahrscheinlich genauso schockiert wie wir, ihren Blicken nach zu urteilen. Ich war auch sehr froh als wir in der Metro waren. Katja und Steffi wahrscheinlich noch einen Tick mehr. Erste Hürde war erstmal geschafft ohne erschossen und ausgeraubt zu werden. Am Busterminal angekommen und ab nach Acapulco. Super-Luxusbusse, allerdings war die Klimaanlage so kalt gestellt, dass ich die Sekunden gezählt habe bis da waren. Gefühlte -25 Grad.
Dort angekommen ging es erstmal ins Hotel. War dann bereits 22 Uhr. Das Hotel war zwar kein 5 Sterne-Tempel, aber für 20 Euro die Nacht absolut in Ordnung. Kurz geduscht und danach noch Essen und Trinken gewesen. Am nächsten Morgen war leider nicht so schönes Wetter, sind trotzdem zum Strand. Da war ich allerdings etwas enttäuscht. Die Strände sind nicht so toll und überall stehen Beton-Klötze aus den 80er Jahren, die passende Musik gibt’s gratis dazu. Das fande ich ja wieder witzig. Ein Hauch von Miami Vice…und Ed von Schleck-Eis-Feeling. Aber das wussten wir schon vorher dank diverser Reiseführer. Am Nachmittag waren wir am Hotelpool wo drumherum sehr viele Palmen standen. Ich sagte auch noch zum Spass, dass ziemlich viele Menschen von Kokosnüssen erschlagen werden. Darauf wurde ich natürlich erstmal kräftig ausgelacht. Ungefähr 10 Minuten später war es dann soweit. Eine Kokosnuss schlug genau 2 Liegen weiter ein. Nicht auszudenken wenn die mich getroffen hätte. Ich hatte ja damit gerechnet erschossen oder entführt zu werden, aber nicht durch Klimaanlagen zu erfrieren oder von Kokosnüssen erschlagen zu werden.

Die Entschädigung kam dann am Abend als wir zu den berühmten Klippenspringern von Acapulco sind. Waren dort in einem sehr schönem Restaurant/Bar und die Preise waren für uns absolut ok. Für die Mexikaner sicherlich sehr teuer. Es lag direkt gegenüber der Bucht wo die Jungs erst 50 Meter raufklettern und dann runterspringen. Nach 4 „Long Island“ war das ganze natürlich noch spektakulärer. Hat mich wirklich beeindruckt.

Am Sonntag waren wir in so einem Mega-Aquapark mit ein Haufen Rutschen, Delfin-Show und solchen Sachen. Dort habe ich mir erstmal einen leichten Sonnebrand geholt. War aber sehr witzig, hat Spass gemacht. Am nächsten Tag dann wieder mit dem rollenden Gefrierschrank zurück. Diesmal sind wir auch an ein anderen Metrostation ausgestiegen, was dann auch wirklich besser war. Heute erstmal einen Chiller-Tag einlegen und mal schauen was die Franz-Menschen aus dem Haus gegenüber so treiben.
Fazit: 3 Tage Acapulco reichen voll und ganz. Tolle Show der Cliff-Diver und schöner Aquapark. Strände eher mittelmässig und sonstige kulturelle Sachen sind kaum vorhanden.